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Lernstandsdiagnose im Fach Deutsch

Deutsch Lernstandsdiagnose

Literatur: Prozessdiagnose der Schriftsprachkompetenz, Verlag Sigrid Persen, 1998, Horneburg/Niederelbe

Diagnosemöglichkeiten und – bereiche

(Protokollbögen u. Auswertung in der genannten Literatur)
Im Anfangsunterricht:
  • Emotionaler- und sozialer Bereich (Trennung von Familien, Kontakte, Distanz, auf Anleitungen einlassen, Konflikte lösen)
  • Sprachlicher Bereich (sich artikulieren können, zuhören, Unterrichtssprache verstehen, Anweisungen ausführen)
  • Lernhandeln und Motivation (Erfassen von unzweckmäßigem Arbeitsstil)
Bereiche: - Interesse, Identifikation mit Aufgaben

- Erfolgszuversicht
- Aufmerksamkeit
- Orientierung auf Lerngegenstand
- Planung
- Ausführung der Aufgaben
- Verlaufs- und Erfolgskontrolle
- Bewertung

Schriftsprachkompetenz

  • Ermittlung der emotionalen Einstellung zum Lesen- und Schreibenlernen
  • Erfahrungen zum Schriftgebrauch (Verhältnis zu Büchern/Texten/Geschichten)
  • Sprechen und Sprache (Sprechverhalten, Artikulation, Grammatik, Ausdruck, Bilderlesen)
  • Phonem-Graphem-Kompetenz (Unterscheiden von Graphemen von anderen grafischen Zeichen und Ziffern, Benennen von Buchstaben, Groß- und Kleinbuchstaben zuordnen)
  • Phonologische Operationen (Unterscheiden ähnlich klingender Worte, Anfangsphoneme benennen, Wörter lautieren, Synthetisieren)
  • Technisches Lesen (Wörter und Silben ohne sinnhaften Kontext)
  • Sinnerfassendes Lesen (Wörter und Sätze)
  • Sinnerfassendes Lesen auf Textebene (Fragen zum Text)
  • Technisches Schreiben (vorgestelltes Wort in Graphemfolge umsetzen, phonetisches und orthographisches schreiben)

  • Schreiben im Sinnzusammenhang (Gedanken zu Bildfolge formulieren, Satzmuster, Sinnzusammenhänge darstellen)

Lernstandsdiagnose im Fach Mathematik

Lernstandsdiagnose in Mathe


Mathematik

Literatur: Rechenstörungen, Akademie für Lehrerfortbildung Dillingen, 2001, Auer-Verlag

Den Entwicklungsstand des mathematischen Verständnisses erfassen


Merkmale diagnostischen Vorgehens:
  • Mathematik des Kindes“ erstellen
  • worauf stützt sich das Kind beim Lösen der Aufgaben
  • Lösungen erläutern lassen
  • Aufgabenebene (handelnd, bildhaft,...) berücksichtigen
  • Umgang mit Material (Strategien, Beschreibung)

Zahlverständnis:

  • Zahlbedeutungen (Vorstellungen zu Zahlen, Zahlwörtern, Zählprozedur)
  • Zahlbeziehungen (Herstellen von Beziehungen zwischen Zahlen)


Diagnostische Aufgabenstellungen (Beispiele) im Zahlenraum bis 20


  • Zahlvorstellungen
  • Menge an Material vorlegen, Kind soll Material so ordnen, dass es leicht sehen kann wieviele es sind, ohne zu zählen
Beobachtungspunkte: Gliederung, Zählvorgang, Gruppierung, Begründung, Varianten

  • Fingerdarstellungen von Zahlen
  • Kind soll zeigen, welche Zahlen es mit den Fingern darstellen kann, etc.
Beobachtungspunkte: simultane und sukzessive Darstellung, Akzeptanz von Nicht-Standard-Fingerbildern

  • Würfelbilder
  • Muster mit Würfelbildkarten legen
Beobachtungspunkte: Verwendung welcher Bausteine, spontanes Zusammensetzen, zählen

Aufgaben Zahlenraum bis 100


  • abgezählte Anzahl in Zehner und Einer gliedern

  • Objekte schätzen und zählen, Zahlen aufschreiben

  • Zahlen durch Zehnerbündel u. Einzelne darstellen, Planung

  • Zahldarstellungen in Zahlen übersetzen, Vorgehensweise